Antiker Heriz
370 cm x 300 cm
Nr. 19712

€9,500

Geometrischer antiker Heriz, hellrot mit Bordüre und Medaillon

Herkunft
Persien
Maße 370 cm x 300 cm (= 11.1 qm)
Herstellung handgeknüpft
Material Flor: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Schuss: Baumwolle
Kette:
Knoten/m2 120.000
Florhöhe 4mm
Herstellungsjahr 1900
Farbe Hellrot, Beige
Auflage Einzelstück

Herkunft

Heriz (auch Heris) ist ein wichtiger Herkunftsort für handgeknüpfte Teppiche. Heriz liegt ganz im Westen des Irans an der Grenze zu Azerbaidjan. Berühmt sind die Teppiche aus Heriz für ihr schönes geometrisiertes Design. Typische für Heriz Teppiche ist die glänzende Wolle mit einem fantastischen Kolorit. Dieser antike Heriz ist ein Sammlerstück. Er ist rund 120 Jahre alt und schon deswegen ein wirklich besonderes Stück. Antike Teppiche, wie dieser Heriz, erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und werden zu Höchstpreisen von renommierten Auktionshäusern versteigert.

Muster

Die abstrakte, geometrische Komposition macht die schlichte Eleganz dieses Herizs aus. Das Muster schmeichelt der Gestaltung des Raumes und nimmt den Möbeln, der Dekoration und den architektonischen Element nicht die Aufmerksamkeit. Es fügt sich fantastisch in jede Umgebung ein und ergänzt die Einrichtung eines Raumes auf subtile Weise.

Die verzierte Umrandung (Bordüre) bildet einen hervorragenden Kontrast zum Zentrum und gestaltet den Übergang am Rand des Teppichs.

In der Mitte des zentralen Feldes dieses Herizs liegt das symmetrische Zentrum, das auch Medaillon genannt wird. Die Gestaltung des Feldes ordnet sich dem Medaillon unter, sodass der Eindruck entsteht, das Medaillon treibe auf dem Feld.

Der Hintergrund dieses Herizs ist Hellrot. Der Rand ist in den Farben Beige, Hellrot und Blaugrau gestaltet. In dem rosa Zentrum sind die Farben Blaugrau und Hellbraun kombiniert.

Zustand

Dieser Heriz hat eine Geschichte. Er wurde ca. 1900 handgeknüpft. Wir haben ihn gründlich gereinigt und liebevoll restauriert. Er ist daher – trotz seines Alters – in einem sehr guten Zustand.

Material

Die Technik mit der die Materialen für den Flor dieses Herizs hergestellt wurden ist über 200 Jahre alt. Die Wolle wurde mit Naturfarben gefärbt und von Hand versponnenen. Das Färben mit Natur- oder Pflanzenfarben ist komplizierter, teuerer und zeitaufwendiger als das Färben mit chemischen Farben. Für ein leuchtendes Rot beispielsweise braucht man pro Kilo Wolle rund ein Kilo gemahlene Krappwurzel als Farbstoff. Für ein kräftiges, nicht zu blasses Gelb benötigt man pro Kilo Wolle sogar zwei Kilogramm des Farbstoffes Färberwau. Auch das Spinnen der Wolle ist zeit- und arbeitsintensiv. Zudem beherschen immer weniger Menschen das Spinnen der Wolle mit der Hand.

Doch der Aufwand lohnt sich: Durch das Färben mit Naturfarben behält die hochwertige Wolle ihren natürlichen Fettgehalt. Die mit Naturfarben gefärbte und von Hand versponnene Wolle erzeugt faszinierende, changierende Muster. Der Charme handgesponnener Wolle mit ihren leichten Unregelmäßigkeiten und natürlichen Farbtönen entfaltet sich als Kontrast in modernen Interieurs aber auch in Räumen, die traditioneller oder im Landhausstil eingerichtet sind. Die Schussfäden dieses Herizs bestehen aus Baumwolle. Für die Kettfäden wurde verwendet.

Die Farben dieses Teppichs ändern sich je nachdem von welcher Seite er betrachtet wird. Das hängt davon ab, ob das Licht mit dem Strich oder gegen den Strich des Flors einfällt. Wir haben den Teppich daher aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen.

Kinder gehören in die Schule und nicht an den Knüpf- oder Webstuhl. Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, nur Teppiche, die unter fairen Bedingungen und ohne Kinderarbeit hergestellt wurden, anzubieten. 

Wir legen besonderen Wert auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und tolerieren keine Kinderarbeit bei unseren Produzenten. Deswegen engagieren wir uns bei der Initiative Care & Fair gegen Kinderarbeit im Teppichhandel.

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