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Hamadan | 153 cm x 98 cm | Nr. Z-4635

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Hamadan, hellrot mit Bordüre und Medaillon

Herkunft
Persien
Maße 153 cm x 98 cm (= 1,50 qm)
Herstellung handgeknüpft
Material Flor: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Schuss & Kette: Baumwolle
Knoten/m2 90.000
Florhöhe 7mm
Herstellungsjahr 1980
Farbe Hellrot, Beige
Auflage Einzelstück

Herkunft

Hamadan (auch Hamedan) Teppiche werden in der Umgebung der Stadt Hamadan im Nordwesten des Irans geknüpft. Hamadan ist eine der ältesten Städte Persiens und liegt inmitten eines wohlbewässerten Obstanbaugebietes am Ufer des Qareh zu Füßen des Zagros-Vorgebirges. Das Teppichknüpfen hat in dieser Region eine Jahrhunderte alte Tradition. Hamedan ist dabei ein Sammelname; denn in Hamedan kommen Bauern- und Nomadenteppiche Teppiche aus vielen umliegenden Orten auf den Markt. Typisch für die Teppiche aus der Hamadan Region ist, dass sie unter Verwendung des türkischen Knotens einschüssig geknüpft werden. Das heißt, nach jeder Knotenreihe wird ein Schussfaden eingetragen. Normalerweise werden persische Teppiche zwei- oder dreischüssig geknüft.

Muster

Die verzierte Umrandung (Bordüre) bildet einen hervorragenden Kontrast zum Zentrum und gestaltet den Übergang am Rand des Teppichs.

In der Mitte des zentralen Feldes dieses Hamadans liegt das symmetrische Zentrum, das auch Medaillon genannt wird. Die Gestaltung des Feldes ordnet sich dem Medaillon unter, sodass der Eindruck entsteht, das Medaillon treibe auf dem Feld.

Der Hintergrund dieses Hamadans ist Hellrot. Der Rand ist in den Farben Dunkelblau, Beige und Hellrot gestaltet.

Zustand

Ihr seid nicht die ersten, die Gefallen an diesem Hamadan finden. Er hatte bereits Besitzer vor Euch, die ihn geschätzt und benutzt haben. Er wurde ca. 1980 handgeknüpft. Er wurde gründlich gereinigt und ist in einem guten aber nur teilweise restaurierten Zustand. Der Flor ist stellenweise abgetreten.Auf einer Seite fehlen Teile der Bordüre. An manchen Stellen sind einige weiße Fäden zu sehen. Das ist bei älteren Teppichen ganz normal. Es handelt sich um Knoten-Enden des Schuss- und Kettgewebes, die über die Jahre an die Oberfläche kommen. Substanziell ist das kein größeres Problem.Die Kanten sind teilweise defekt. Wir haben diesen Hamadan nicht vollständig restauriert, weil wir finden, dass er so wie er ist eine besondere Wirkung hat. Wenn ihr das wollt, restaurieren wir den Teppich natürlich gerne weiter für Euch. Wir können so gut wie jeden Teppich wieder in einen nahezu perfekten Zustand bringen.

Material

Die Technik mit der die Materialen für den Flor dieses Hamadans hergestellt wurden ist über 200 Jahre alt. Die Wolle wurde mit Naturfarben gefärbt und von Hand versponnenen. Das Färben mit Natur- oder Pflanzenfarben ist komplizierter, teuerer und zeitaufwendiger als das Färben mit chemischen Farben. Für ein leuchtendes Rot beispielsweise braucht man pro Kilo Wolle rund ein Kilo gemahlene Krappwurzel als Farbstoff. Für ein kräftiges, nicht zu blasses Gelb benötigt man pro Kilo Wolle sogar zwei Kilogramm des Farbstoffes Färberwau. Auch das Spinnen der Wolle ist zeit- und arbeitsintensiv. Zudem beherschen immer weniger Menschen das Spinnen der Wolle mit der Hand.

Doch der Aufwand lohnt sich: Durch das Färben mit Naturfarben behält die hochwertige Wolle ihren natürlichen Fettgehalt. Die mit Naturfarben gefärbte und von Hand versponnene Wolle erzeugt faszinierende, changierende Muster. Der Charme handgesponnener Wolle mit ihren leichten Unregelmäßigkeiten und natürlichen Farbtönen entfaltet sich als Kontrast in modernen Interieurs aber auch in Räumen, die traditioneller oder im Landhausstil eingerichtet sind. Die Schuss- und Kettfäden dieses Hamadans bestehen aus Baumwolle. Das vielseitige Material ist reißfest und dehnbar und daher besonders geeignet für ein strapazierfähiges Untergewebe.