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Alter Afghan | 138 cm x 89 cm | Nr. Z-566

ă‚»ăƒŒăƒ«äŸĄæ Œ650,00 €
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Geometrischer alter Afghan, curryfarben mit Rauten

Herkunft
Afghanistan
Maße 138 cm x 89 cm (= 1,23 qm)
Herstellung handgeknĂŒpft
Material Flor: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Schuss & Kette: Wolle
Knoten/m2 90.000
Florhöhe 2mm
Herstellungsjahr 1940
Farbe Curry, Dunkelbraun
Auflage EinzelstĂŒck

Herkunft

In Afghanistan hergestellte Teppiche – sogenannte Afghan Teppiche oder Afghanen – sind unverkennbar. Im kulturellen Schmelztiegel Afghanistans trafen sich Weber aus Belutsch, Turkmenen, Kasachen und Usbeken, die EinflĂŒsse aus ihren HerkunftslĂ€ndern mitgebracht haben. WĂ€hrend des 19. Jahrhunderts siedelten turkomanische StĂ€mme Dörfer in Afghanistan an, was zum Einfluss turkomanischer Webstile in der Region fĂŒhrte. Die Designs der unterschiedlichen Stammesgruppen, darunter Esari, Salor, Tekke und Yomut, sind vielfĂ€ltig. Die Verwendung von komplizierten Elefantenfußmustern (sogenannten Guls), lebhaften Rottönen, Zierleisten und dekorativen EndstĂŒcken sorgt jedoch fĂŒr stilistische KontinuitĂ€t.

Stammesweber verwendeten natĂŒrliche Farbstoffe, um eine enorme Vielfalt an Rottönen zu erzeugen, die von tiefem Auberginenbraun bis zu warmem verbranntem Orange reichen. Diese leuchtenden Farben werden traditionell mit klaren Blau- und Elfenbeinakzenten kombiniert. WĂ€hrend die StĂ€mme Afghanistans hĂ€ufig Guls und gezackte Sterne verwenden, sind die dekorativen BordĂŒren und EndstĂŒcke die Bereiche, in denen Weber traditionell ein wenig von sich selbst und ihrer Kultur in das Design einfließen lassen. Dies gilt auch fĂŒr die dekorativen Teppiche aus Buchara, bei denen durchgemusterte Gul-Motive weit verbreitet sind.

Das Gul-Muster ist ein vielseitiges Motiv, das als Medaillon oder fĂŒr Wiederholungsmuster verwendet wird. Sie können gegen ein monochromatisches Feld gestellt oder zu einem eindrucksvollen Fliesenmuster verbunden werden. Die satten Farben und das kĂŒhne Design antiker afghanischer Teppiche machen sie zu spektakulĂ€ren Statement-Pieces, die eine Vielzahl von Einrichtungsstilen perfekt ergĂ€nzen können.

Aufgrund der politischen Lage in Afghanistan werden heute nur noch wenige Afghan Teppiche produziert. Dieser alte Afghan ist rund 80 Jahre alt und ein echtes LiebhaberstĂŒck.

Muster

Die abstrakte, geometrische Komposition macht die schlichte Eleganz dieses Afghans aus. Das Muster schmeichelt der Gestaltung des Raumes und nimmt den Möbeln, der Dekoration und den architektonischen Element nicht die Aufmerksamkeit. Es schafft eine angenehme AtmosphÀre ohne den Stil des Raumes zu dominieren.

Im Muster dieses Afghans stechen insbesondere die Rauten hervor. Rauten sind ein auf einer Spitze stehender Rhombus, dessen vier gleiche Seiten im Orientteppich gezackt, abgesteppt oder mit Haken besetzt sein können. Die Raute gehört zu den Ă€ltesten Grundformen im Orientteppich. Sie hat in der islamischen Welt eine symbolischen Bedeutung: Sie versinnbildlich die Unsterblichkeit der Seele. Daher ist sie sehr hĂ€ufig als FĂŒllmotiv anzutreffen.

Der Hintergrund dieses Afghans ist Curry.

Zustand

Ihr seid nicht die ersten, die Gefallen an diesem Afghan finden. Er hatte bereits Besitzer vor Euch, die ihn geschĂ€tzt und benutzt haben. Er wurde ca. 1940 handgeknĂŒpft. Er wurde grĂŒndlich gereinigt und ist in einem guten aber nur teilweise restaurierten Zustand. Der Flor ist gleichmĂ€ĂŸig abgetreten. Die Fransen können eine Reparatur vertragen. Wir haben diesen Afghan nicht vollstĂ€ndig restauriert, weil wir finden, dass er so wie er ist einen besonderen Charme hat. Wenn ihr das wollt, restaurieren wir den Teppich natĂŒrlich gerne weiter fĂŒr Euch. Wir können so gut wie jeden Teppich wieder in einen nahezu perfekten Zustand bringen.

Material

Die Technik mit der die Materialen fĂŒr den Flor dieses Afghans hergestellt wurden ist ĂŒber 200 Jahre alt. Die Wolle wurde mit Naturfarben gefĂ€rbt und von Hand versponnenen. Das FĂ€rben mit Natur- oder Pflanzenfarben ist komplizierter, teuerer und zeitaufwendiger als das FĂ€rben mit chemischen Farben. FĂŒr ein leuchtendes Rot beispielsweise braucht man pro Kilo Wolle rund ein Kilo gemahlene Krappwurzel als Farbstoff. FĂŒr ein krĂ€ftiges, nicht zu blasses Gelb benötigt man pro Kilo Wolle sogar zwei Kilogramm des Farbstoffes FĂ€rberwau. Auch das Spinnen der Wolle ist zeit- und arbeitsintensiv. Zudem beherschen immer weniger Menschen das Spinnen der Wolle mit der Hand.

Doch der Aufwand lohnt sich: Durch das FĂ€rben mit Naturfarben behĂ€lt die hochwertige Wolle ihren natĂŒrlichen Fettgehalt. Die mit Naturfarben gefĂ€rbte und von Hand versponnene Wolle erzeugt faszinierende, changierende Muster. Der Charme handgesponnener Wolle mit ihren leichten UnregelmĂ€ĂŸigkeiten und natĂŒrlichen Farbtönen entfaltet sich als Kontrast in modernen Interieurs aber auch in RĂ€umen, die traditioneller oder im Landhausstil eingerichtet sind. Der Untergrund (Schuss- und KettfĂ€den) dieses Afghans besteht aus Schurwolle.