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Alter Tekke | 177 cm x 122 cm | Nr. Z-4510

Цена по акции650,00 €
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Durchgemusterter alter Tekke, rostrot mit Bordüre und Rauten

Herkunft
Türkmenistan
Maße 177 cm x 122 cm (= 2,16 qm)
Herstellung handgeknüpft
Material Flor: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Schuss: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Kette: Wolle
Knoten/m2 240.000
Florhöhe 5mm
Herstellungsjahr 1930
Farbe Rostrot, Schwarz-Weiß
Auflage Einzelstück

Herkunft

Die Tekke sind der Hauptstamm der Turkmenen. Sie siedeln in der Republik Turkmenistan und in Afghanistan. Früher lebten die Tekke nomadisch und waren sehr dem Raub zugetan. Heute sind die meisten von ihnen sesshaft und siedeln als friedliche Bauern. Nach der Auflösung des Sowjetreiches sind einige jedoch wieder zum Nomadentum zurückgekehrt. Die Tekke bewohnen mehrheitlich die jetzt selbstständige Republik Turkmenistan, wo sie in den Städten Aschghabad und Mari und deren Umgebung Teppiche knüpfen.

Während der kommunistischen Revolution wanderten zahlreiche Tekke-Sippen in die angrenzenden Staaten Afghanistan und Iran ab. Weitere siedeln in Usbekistan und Tadjikistan. Die Teppiche der Tekke gehören zu den berühmten turkmenischen Teppichen, deren Muster auch in Pakistan nachgeknüpft werden. Tekke Teppiche werden auch als Buchara Teppiche gehandelt. Buchara (teilweise auch Bochara) ist eine Oasenstadt in Usbekistan, die an der ehemaligen Seidenstraße liegt. Obwohl in Buchara selbst keine Teppiche geknüpft wurden, ist die Stadt Namensgeber für viele Orientteppiche, weil diese traditionell aus Buchara in den Westen exportiert wurden. Geknüpft aber wurden diese Teppiche von Turkmenenstämmen, wie den Yomoudh oder Tekke. Dieser alte Tekke ist rund 90 Jahre alt und ein echtes Liebhaberstück.

Muster

Die verzierte Umrandung (Bordüre) bildet einen herrlichen Kontrast zum Zentrum und gestaltet den Übergang am Rand des Teppichs.

Im Muster dieses Tekkes stechen insbesondere die Rauten hervor. Rauten sind ein auf einer Spitze stehender Rhombus, dessen vier gleiche Seiten im Orientteppich gezackt, abgesteppt oder mit Haken besetzt sein können. Die Raute gehört zu den ältesten Grundformen im Orientteppich. Sie hat in der islamischen Welt eine symbolischen Bedeutung: Sie versinnbildlich die Unsterblichkeit der Seele. Daher ist sie sehr häufig als Füllmotiv anzutreffen.

Die wiederholenden Elemente dieses Tekke Tepppichs haben kein spezifisches Zentrum. Das wiederkehrende Rapportmuster wirkt beruhigend aber nicht langweilig. Teppiche mit Rapportmuster werden auch als durchgemustert bezeichnet.

Die Oberfläche dieses Tekkes wirkt meliert. Die Farbtonänderungen und Hell-Dunkel-Schattierungen des Florgarns lassen die Farben schimmern und machen den Teppich unempfindlich gegenüber Verschmutzungen. Der Teppich wirkt wegen diesen sogenannten Farbsprünge Abrasch lebendiger. Die Melierung entsteht, weil die Wolle dieses Tekke handgesponnenen wurde. Beim Einfärben werden die natürlichen Farbstoffe unterschiedlich aufgenommen.

Der Hintergrund dieses Tekkes ist Rostrot. Der Rand ist in Rostrot gehalten.

Zustand

Dieser Tekke hat eine Geschichte. Er wurde ca. 1930 handgeknüpft. Er wurde gründlich gereinigt und ist in einem guten aber nur teilweise restaurierten Zustand. Die Fransen können eine Reparatur vertragen. Wir haben diesen Tekke nicht vollständig restauriert, weil wir finden, dass er so wie er ist einen besonderen Charme hat. Wenn ihr das wollt, restaurieren wir den Teppich natürlich gerne weiter für Euch. Wir können so gut wie jeden Teppich wieder in einen nahezu perfekten Zustand bringen.

Material

Die Technik mit der die Materialen für den Flor dieses Tekkes hergestellt wurden ist über 200 Jahre alt. Die Wolle wurde mit Naturfarben gefärbt und von Hand versponnenen. Das Färben mit Natur- oder Pflanzenfarben ist komplizierter, teuerer und zeitaufwendiger als das Färben mit chemischen Farben. Für ein leuchtendes Rot beispielsweise braucht man pro Kilo Wolle rund ein Kilo gemahlene Krappwurzel als Farbstoff. Für ein kräftiges, nicht zu blasses Gelb benötigt man pro Kilo Wolle sogar zwei Kilogramm des Farbstoffes Färberwau. Auch das Spinnen der Wolle ist zeit- und arbeitsintensiv. Zudem beherschen immer weniger Menschen das Spinnen der Wolle mit der Hand.

Doch der Aufwand lohnt sich: Durch das Färben mit Naturfarben behält die hochwertige Wolle ihren natürlichen Fettgehalt. Die mit Naturfarben gefärbte und von Hand versponnene Wolle erzeugt faszinierende, changierende Muster. Der Charme handgesponnener Wolle mit ihren leichten Unregelmäßigkeiten und natürlichen Farbtönen entfaltet sich als Kontrast in modernen Interieurs aber auch in Räumen, die traditioneller oder im Landhausstil eingerichtet sind. Die Schussfäden dieses Tekkes bestehen aus Wolle (handgesponnen, Naturfarben). Für die Kettfäden wurde Wolle verwendet.