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Indischer Heriz | 368 x 282 cm | Nr. Z-4676

Angebot2.890,00 €
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Indischer Heriz

Diesen Teppich in Hellgrau und Blaugrau gibt es so nur ein einziges Mal: Er verbindet traditionelle Handwerkskunst mit zeitloser Eleganz. Mit einer Knotendichte von ca. 60.000 Knoten pro m² zeigt sich die aufwendige Verarbeitung insbesondere in der präzisen Zeichnung und der feinen Ausarbeitung der Details. Mit 368 × 282 cm eignet er sich als Teppich für großzügige Wohnräume. Auch unter einer großen Tafel macht er eine gute Figur. Farbgebung und Struktur verleihen dem Raum eine wohnliche Atmosphäre – mit einem Charakter, den kein zweiter Teppich teilt.

Lieferzeit 2 Tage
Herkunft Indien
Maße 368 cm x 282 cm (= 10.38 qm)
Herstellung handgeknüpft
Material Flor: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Schuss: Wolle
Kette: Baumwolle
Knoten 60.000
Auflage Einzelstück

Herkunft

Heriz (auch Heris) ist ein wichtiger Herkunftsort für handgeknüpfte Teppiche. Heriz liegt ganz im Westen des Irans an der Grenze zu Azerbaidjan. Berühmt sind die Teppiche aus Heriz für ihr schönes geometrisiertes Design. Typische für Heriz Teppiche ist die glänzende Wolle mit einem fantastischen Kolorit.

Das Muster dieses Teppichs ist vom Muster klassischer Indischer Heriz inspiriert. Dieser Teppich wurde allerdings in Indien geknüpft.

Der genaue Zeitpunkt der Entstehung der indischen Teppichproduktion ist unbekannt. Vermutlich wurden die ersten Teppiche in Indien zur Zeit des kulturellen Aufschwungs in der Moghul-Dynastie, Mitte des 16. Jahrhunders, gefertigt. Mitte des 19. Jahrhunderts, mit dem Niedergang der Moghul-Dynastie, geriet die indische Teppichproduktion in eine Krise. Europäische Unternehmen, deren einziges Ziel der Export in den Westen war, traten an die Stelle der traditionellen Hofmanufakturen. In verschiedenen Ortschaften wurden sehr ähnliche Teppiche produziert und die Standardisierung setzte ein. Die Designs handgeknüpfter indischer Teppiche sind heute kaum noch einzelnen Regionen zuzuschreiben. Vielmehr haben sich die Werkstätten auf die Umsetzung europäischer und traditioneller iranischer Designs, die auf den westlichen Geschmack angepasst sind, spezialisiert. Qualitativ profitieren Teppiche aus Indien von der langen Handwerkstradition und der hohen Qualität der indischer Materialen.

Material

Die Technik mit der die Materialen für den Flor dieses Indischer Herizs hergestellt wurden ist über 200 Jahre alt. Die Wolle wurde mit Naturfarben gefärbt und von Hand versponnenen. Das Färben mit Natur- oder Pflanzenfarben ist komplizierter, teuerer und zeitaufwendiger als das Färben mit chemischen Farben. Für ein leuchtendes Rot beispielsweise braucht man pro Kilo Wolle rund ein Kilo gemahlene Krappwurzel als Farbstoff. Für ein kräftiges, nicht zu blasses Gelb benötigt man pro Kilo Wolle sogar zwei Kilogramm des Farbstoffes Färberwau. Auch das Spinnen der Wolle ist zeit- und arbeitsintensiv. Zudem beherschen immer weniger Menschen das Spinnen der Wolle mit der Hand.

Doch der Aufwand lohnt sich: Durch das Färben mit Naturfarben behält die hochwertige Wolle ihren natürlichen Fettgehalt. Die mit Naturfarben gefärbte und von Hand versponnene Wolle erzeugt faszinierende, changierende Muster. Der Charme handgesponnener Wolle mit ihren leichten Unregelmäßigkeiten und natürlichen Farbtönen entfaltet sich als Kontrast in modernen Interieurs aber auch in Räumen, die traditioneller oder im Landhausstil eingerichtet sind.

Die Schussfäden dieses Indischer Herizs bestehen aus Wolle. Für die Kettfäden wurde Baumwolle verwendet.