Alter Hereke aus reiner Seide
84 cm x 63 cm
Nr. 17669

€2,490

Floraler alter Hereke aus reiner Seide, beige mit Bordüre und Medaillon

Herkunft
Türkei
Maße 84 cm x 63 cm (= 0.53 qm)
Herstellung handgeknüpft
Material Flor: reine Seide
Schuss & Kette: reine Seide
Knoten/m2 990.000
Florhöhe 2mm
Herstellungsjahr 1950
Farbe Beige, Hellbraun
Auflage Einzelstück

Herkunft

Aus der türkischen Stadt Hereke kommen sehr wertvolle Seidenteppiche. Die Tradition wurde durch den kunstfreudigen Sultan Abd-ul-Medjid (Regierungszeit 1839 - 1861) gefördert. Er lies 1844 die Hof-Knüpfereien von Kairo nach Hereke zurückverlegen. Handgeknüpfte Hereke Seidenteppiche gehören zu den feinsten Teppichen der Welt und werden mit einer Dichte von bis zu 6 Millionen Knoten pro Quadratmeter geknüpft. Durch die Knüpftechnik ist das Muster auf der Rückseite übrigens genauso deutlich zu erkennen wie auf der Vorderseite. In rennomierten Kunstauktionshäusern erzielen antike türkische Teppiche Höchstpreise.

Typische Motive der Hereke Teppiche sind Blumen, Zweige und Blätter sowie Vögel, der Lebensbaum und das sogenannte Mehrab oder Mihrab Muster, eine zusammen mit Öllampen dargestellte Gebetsnische. Neben traditionellen Motiven und typisch osmanischen oder türkischen Mustern werden heute aber auch Hereke Seidenteppiche mit moderneren, dem Zeitgeschmack angepassten Mustern geknüpft. Typische Farben für Hereke Seidenteppiche sind ein tiefes Dunkelblau, ein strahlendes Rot, ein lebendiges Grün, ein leuchtendes Gelb und verschiedene Naturtöne in allen Nuancen. Dieser alte Hereke ist rund 70 Jahre alt und ein echtes Liebhaberstück. Dieses Stück trägt eine Signatur, die übersetzt "Hereke", also den Ursprungsort dieses Teppichs bedeutet.

Muster

Die üppigen Blumenmotive dieses Herekes sind elegant und abwechslungsreich gestaltet. Die anmutigen vegetativen Symbole, die Blüten, Blätter und Äste darstellen, sind kunstvoll ineinander verschlungen.

Diesen Hereke ziert das sogenannte Mehrab oder Mihrab Motiv. Mehrab bezeichnet die islamische Gebetsnische in Moscheen, die die Gebetsrichtung qibla also die Richtung Mekkas anzeigt. Traditionell werden Teppiche mit dem Mehrab Motiv von Muslimen zum Beten verwendet und sind daher besonders kostbar.

Der Rand des Teppichs wird von einer Umrandung (Bordüre) geziert. Die Bordüre bildet einen hervorragenden Kontrast zum Zentrum.

In der Mitte des zentralen Feldes dieses Herekes liegt das symmetrische Zentrum, das auch Medaillon genannt wird. Die Gestaltung des Feldes ordnet sich dem Medaillon unter, sodass der Eindruck entsteht, das Medaillon treibe auf dem Feld.

Der Hintergrund dieses Herekes ist Beige. Der Rand ist in Hellbraun gehalten. In dem blaugrauen Zentrum sind die Farben Dunkelrot und Gelb kombiniert.

Zustand

Ihr seid nicht die ersten, die Gefallen an diesem Hereke finden. Er hatte bereits Besitzer vor Euch, die ihn geschätzt und benutzt haben. Er wurde ca. 1950 handgeknüpft. Wir haben ihn gründlich gereinigt und liebevoll restauriert. Er ist daher – trotz seines Alters – in einem sehr guten Zustand.

Material

Die Seide des Flors dieses Herekes lässt die Farben des Musters – je nach Lichteinfall – in verschiedenen Facetten erstrahlen. Sie macht diesen Hereke zu einem echten Juwel und schafft eine gemütliche und zugleich sehr elegante und hochwertige Atmosphäre im Raum. Seide wird in Handarbeit aus den Kokons des Seidenspinners gewonnen. Da die einzelnen Seidenfäden äußerst lang sind, lassen sich sehr dünne Garne herstellen, die bei geringem Gewicht trotzdem reißfest sind. Mit dem dünnen Garn lassen sich kleinere Teppichknoten knüpfen und damit feinere Muster erzeugen. Daher werden die feinsten Teppiche der Welt aus reiner Seide handgeknüpft. Bei diesem Hereke wurde sogar der Untergrund aus reiner Seide gefertigt. Durch das dünne, aber strapazierfähige Material der Schuss- und Kettfäden ist eine besonders feine Knüpfung und daher auch ein besonders feines Muster möglich.

Die Farben dieses Teppichs ändern sich je nachdem von welcher Seite er betrachtet wird. Das hängt davon ab, ob das Licht mit dem Strich oder gegen den Strich des Flors einfällt. Wir haben den Teppich daher aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen.

Kinder gehören in die Schule und nicht an den Knüpf- oder Webstuhl. Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, nur Teppiche, die unter fairen Bedingungen und ohne Kinderarbeit hergestellt wurden, anzubieten. 

Wir legen besonderen Wert auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und tolerieren keine Kinderarbeit bei unseren Produzenten. Deswegen engagieren wir uns bei der Initiative Care & Fair gegen Kinderarbeit im Teppichhandel.

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