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Kaschmar | 297 x 247 cm | Nr. 6965

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Kaschmar

Dieser Teppich in Dunkelblau und Beige verbindet traditionelle Handwerkskunst mit zeitloser Eleganz. Mit ca. 250.000 Knoten pro m² ist die Verarbeitung entsprechend aufwendig, erkennbar an der präzisen Zeichnung und den fein ausgearbeiteten Details. Seine 297 × 247 cm machen ihn zum großen Wohnzimmerteppich. Ebenso gut kommt er im Esszimmer unter einem Tisch für sechs bis acht Personen zur Geltung. Das Einzelstück bringt individuellen Charakter in den Raum und behält seinen Wert weit über kurzlebige Trends hinaus.

Lieferzeit 2 Tage
Herkunft Persien
Maße 297 cm x 247 cm (= 7.34 qm)
Herstellung handgeknüpft
Material Flor: Wolle & Viskose
Schuss & Kette: Baumwolle
Knoten 250.000
Auflage Einzelstück

Herkunft

Die Stadt Kaschmar liegt in Ost-Persien in der Provinz Chorassan und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Verwaltungsbezirks. Sie hieß ursprünglich Turschis und wurde zu Zeiten Schah Resa in Kaschmar umbenannt. Manchmal gelangen die Kaschmar-Teppiche daher auch unter ihrem alten Namen als Turschis in den Handel.

Bis vor gut zwanzig Jahren wurde hier überwiegend das Herati-Muster geknüpft, das dann vornehmlich von den nicht weit entfernten Provenienzen (Ursprung, Herkunft) Moud und Birdjand übernommen wurde. Heute überwiegt das so genannte Sirchaki Muster. Das Sirchaki Muster gibt antike Ausgrabungsgegenstände, wie Vasen, Waffen, Krügen, Schalen, usw. meist auf blauem oder beigefarbenem Fond wieder. Die Anordnung ist fast ausschließlich vierersymmetrisch mit zentralem Medaillon, das ab und zu mit einem kleinen Bild geschmückt ist. Umrahmt wird alles von einer sehr ausgeprägten Hauptbordüre. Die Medaillons sind manchmal asymmetrisch und geben Landschaften wieder.

In jüngerer Zeit wurden jedoch immer wieder auch durchgemusterte Teppiche und Teppich mit dem Nain Muster in den provenienztypischen Farbkombinationen Beige-Blau in Kaschmar geknüpft. Diese Kaschmar-Nains sind an ihrer hohen Schur zu erkennen. Kaschmar Teppiche haben eine recht grobe Knotendichte, wirken etwas grobkörnig und der Flor ist relativ hoch.

Material

Der Flor dieses Kaschmars besteht aus einer strapazierfähigen Mischung aus Wolle und Viskose. Viskose (auch Viscose, Acetatseide oder Reyon) wird grundsätzlich aus dem Naturprodukt Zellulose gewonnen, also aus dem Rohstoff Holz. In Indien wird die Zellulosemasse aus Bambus gewonnen. In einem aufwändigen Verfahren wird die breiige Zellulose zu einem durchgehenden Textilgarn gezogen. Deswegen wird Viskose auch als Filamentendlosgarn bezeichnet. Wegen des seidigen Glanzes des Garns wird die aus Bambus gewonnene Viskose auch "Bamboo Silk" (Bambus Seide) genannt. Die umgangssprachlich gebräuchlichen Bezeichnung "Kunstseide" ist nach dem Textilkennzeichnungsgesetz (TKG) nicht zulässig.

Die Schuss- und Kettfäden dieses Kaschmars bestehen aus Baumwolle. Das vielseitige Material ist reißfest und dehnbar und daher besonders geeignet für ein strapazierfähiges Untergewebe.