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Indischer Herati | 155 x 152 cm | Nr. 15-63307

Angebot1.110,00 €
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Indischer Herati

Bei diesem Indischer Herati handelt es sich um ein echtes Einzelstück. Mit 155 × 152 cm eignet er sich als Teppich fürs Schlaf- oder Arbeitszimmer. Ebenso gut kommt er in einer Sitzecke zur Geltung. Die Knüpfdichte ist mit 130000 angegeben.

Lieferzeit 1-3 Tage
Maße 155 cm x 152 cm (= 2.36 qm)
Herstellung handgeknüpft
Knoten 130000
Auflage Einzelstück

Herkunft

Herati leitet sich begrifflich von Herat, einer im nordwestlichen Afghanistan liegenden Stadt ab. Das Herati-Muster ist ein sehr traditionelles Rapportmuster handgeknüpfter Teppiche.

Das uralte Musterensemble setzt sich aus mehreren Einzelteilen zusammen. Inmitten eines auf die Spitze gestellten Rhombus befindet sich eine Blume (einer gängigen Interpretation nach eine Margerite), die von vier Akanthusblättern umrankt ist. An den oberen und unteren Spitzen sitzen stilisierte Lotosblüten auf, ein Hinweis auf eine Verbindung nach China. Die seitlichen Spitzen laufen in Päonien aus. Diese, auch Bauernrose genannte Blüte, nimmt in China den Platz der Königin der Blumen ein und gelangte über die Seidenstraße nach Westen.

Alle vier Seiten des Ensembles werden von halbmondförmigen, lanzettartigen Blättern flankiert, die auch als Fische (pers. „Mahi“) gedeutet werden. Daraus leitet sich die persische Bezeichnung Mahi-to-hos her, zu Deutsch „Fische im Teich“.

Das Muster dieses Teppichs ist vom Muster klassischer Indischer Herati inspiriert. Dieser Teppich wurde allerdings in Indien geknüpft.

Der genaue Zeitpunkt der Entstehung der indischen Teppichproduktion ist unbekannt. Vermutlich wurden die ersten Teppiche in Indien zur Zeit des kulturellen Aufschwungs in der Moghul-Dynastie, Mitte des 16. Jahrhunders, gefertigt. Mitte des 19. Jahrhunderts, mit dem Niedergang der Moghul-Dynastie, geriet die indische Teppichproduktion in eine Krise. Europäische Unternehmen, deren einziges Ziel der Export in den Westen war, traten an die Stelle der traditionellen Hofmanufakturen. In verschiedenen Ortschaften wurden sehr ähnliche Teppiche produziert und die Standardisierung setzte ein. Die Designs handgeknüpfter indischer Teppiche sind heute kaum noch einzelnen Regionen zuzuschreiben. Vielmehr haben sich die Werkstätten auf die Umsetzung europäischer und traditioneller iranischer Designs, die auf den westlichen Geschmack angepasst sind, spezialisiert. Qualitativ profitieren Teppiche aus Indien von der langen Handwerkstradition und der hohen Qualität der indischer Materialen.