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Indischer Bidjar | 180 x 126 cm | Nr. Z-4634

Angebot590,00 €
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Indischer Bidjar

Dieser Teppich in Rostrot und Cremeweiß verbindet traditionelle Handwerkskunst mit zeitloser Eleganz. Mit einer Knotendichte von ca. 200.000 Knoten pro m² zeigt sich die aufwendige Verarbeitung insbesondere in der präzisen Zeichnung und der feinen Ausarbeitung der Details. Mit 180 × 126 cm eignet er sich als Teppich fürs Schlaf- oder Arbeitszimmer. Auch im Kinderzimmer oder in der Ankleide macht er eine gute Figur. Das Einzelstück bringt individuellen Charakter in den Raum und behält seinen Wert weit über kurzlebige Trends hinaus.

Lieferzeit 2 Tage
Herkunft Indien
Maße 180 cm x 126 cm (= 2.27 qm)
Herstellung handgeknüpft
Material Flor: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Schuss & Kette: Baumwolle
Knoten 200.000
Herstellungsjahr 1985
Zustand gebraucht, aber in sehr gutem Zustand (gereinigt & restauriert)
Auflage Einzelstück

Herkunft

Dieser Teppiche wurde in Bidjar, in der Provinz Kermanshah im Nordwesten des Irans geknüpft. Bidjar Teppiche gehören zu den solidesten und hochwertigsten Orientteppichen. Die Mehrheit der Bevölkerung in Bidjar sind Kurden.

Beim kurdischen Bidjar wird ein besonders dickes Schussgarn, das extrem hart ist, angeschlagen. So entsteht ein brettharter, besonders strapazierfähiger Teppich. Insbesondere die jüngeren Bidjars ziert das typische Herati-Muster, das auch Fischmuster genannt wird.

Das Muster dieses Teppichs ist vom Muster klassischer Indischer Bidjar inspiriert. Dieser Teppich wurde allerdings in Indien geknüpft.

Der genaue Zeitpunkt der Entstehung der indischen Teppichproduktion ist unbekannt. Vermutlich wurden die ersten Teppiche in Indien zur Zeit des kulturellen Aufschwungs in der Moghul-Dynastie, Mitte des 16. Jahrhunders, gefertigt. Mitte des 19. Jahrhunderts, mit dem Niedergang der Moghul-Dynastie, geriet die indische Teppichproduktion in eine Krise. Europäische Unternehmen, deren einziges Ziel der Export in den Westen war, traten an die Stelle der traditionellen Hofmanufakturen. In verschiedenen Ortschaften wurden sehr ähnliche Teppiche produziert und die Standardisierung setzte ein. Die Designs handgeknüpfter indischer Teppiche sind heute kaum noch einzelnen Regionen zuzuschreiben. Vielmehr haben sich die Werkstätten auf die Umsetzung europäischer und traditioneller iranischer Designs, die auf den westlichen Geschmack angepasst sind, spezialisiert. Qualitativ profitieren Teppiche aus Indien von der langen Handwerkstradition und der hohen Qualität der indischer Materialen.

Material

Die Technik mit der die Materialen für den Flor dieses Indischer Bidjars hergestellt wurden ist über 200 Jahre alt. Die Wolle wurde mit Naturfarben gefärbt und von Hand versponnenen. Das Färben mit Natur- oder Pflanzenfarben ist komplizierter, teuerer und zeitaufwendiger als das Färben mit chemischen Farben. Für ein leuchtendes Rot beispielsweise braucht man pro Kilo Wolle rund ein Kilo gemahlene Krappwurzel als Farbstoff. Für ein kräftiges, nicht zu blasses Gelb benötigt man pro Kilo Wolle sogar zwei Kilogramm des Farbstoffes Färberwau. Auch das Spinnen der Wolle ist zeit- und arbeitsintensiv. Zudem beherschen immer weniger Menschen das Spinnen der Wolle mit der Hand.

Doch der Aufwand lohnt sich: Durch das Färben mit Naturfarben behält die hochwertige Wolle ihren natürlichen Fettgehalt. Die mit Naturfarben gefärbte und von Hand versponnene Wolle erzeugt faszinierende, changierende Muster. Der Charme handgesponnener Wolle mit ihren leichten Unregelmäßigkeiten und natürlichen Farbtönen entfaltet sich als Kontrast in modernen Interieurs aber auch in Räumen, die traditioneller oder im Landhausstil eingerichtet sind.

Die Schuss- und Kettfäden dieses Indischer Bidjars bestehen aus Baumwolle. Das vielseitige Material ist reißfest und dehnbar und daher besonders geeignet für ein strapazierfähiges Untergewebe.

Zustand

Dieser Indischer Bidjar hat eine Geschichte. Die Fransen können eine Reparatur vertragen.Die Kanten sind teilweise defekt. Der Flor ist leicht abgetreten.An manchen Stellen sind einige weiße Fäden zu sehen. Das ist bei älteren Teppichen ganz normal. Es handelt sich um Knoten-Enden des Schuss- und Kettgewebes, die über die Jahre an die Oberfläche kommen. Substanziell ist das kein größeres Problem. Er wurde ca. 1985 geknüpft. Wir haben ihn gründlich gereinigt und liebevoll restauriert. Er ist daher – trotz seines Alters – in einem sehr guten Zustand.