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Indischer Täbriz | 350 x 248 cm | Nr. 19584

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Indischer Täbriz

Diesen Teppich in Dunkelblau gibt es so nur ein einziges Mal: Er verbindet traditionelle Handwerkskunst mit zeitloser Eleganz. Mit einer Knotendichte von ca. 200.000 Knoten pro m² zeigt sich die aufwendige Verarbeitung insbesondere in der präzisen Zeichnung und der feinen Ausarbeitung der Details. Mit 350 × 248 cm eignet er sich als großer Wohnzimmerteppich. Ebenso gut kommt er im offenen Wohn- und Essbereich zur Geltung. Farbgebung und Struktur verleihen dem Raum eine wohnliche Atmosphäre – mit einem Charakter, den kein zweiter Teppich teilt.

Lieferzeit 2 Tage
Herkunft Persien
MaĂźe 350 cm x 248 cm (= 8.68 qm)
Herstellung handgeknĂĽpft
Material Flor: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Schuss & Kette: Baumwolle
Knoten 200.000
Herstellungsjahr 1970
Zustand gebraucht, aber in sehr gutem Zustand (gereinigt & restauriert)
Auflage EinzelstĂĽck

Herkunft

Die Stadt Täbriz (auch Täbris oder Tabriz) an der nördlichen Grenze Persiens war aufgrund ihrer Lage an der Kreuzung zahlreicher Karawanenstraßen seit jeher ein Schmelztiegel verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen. Obwohl die Stadt an der Grenze zu Aserbaidschan liegt, ist der in Täbriz gesprochene Dialekt mit der türkischen Sprache verwandt. Auf den Basaren in Täbriz wurden und wird Handwerkskunst und insbesondere auch Teppiche aus den umliegenden Dörfern gehandelt.

Das Muster dieses Teppichs ist vom Muster klassischer Indischer Täbriz inspiriert. Dieser Teppich wurde allerdings in Indien geknüpft.

Der genaue Zeitpunkt der Entstehung der indischen Teppichproduktion ist unbekannt. Vermutlich wurden die ersten Teppiche in Indien zur Zeit des kulturellen Aufschwungs in der Moghul-Dynastie, Mitte des 16. Jahrhunders, gefertigt. Mitte des 19. Jahrhunderts, mit dem Niedergang der Moghul-Dynastie, geriet die indische Teppichproduktion in eine Krise. Europäische Unternehmen, deren einziges Ziel der Export in den Westen war, traten an die Stelle der traditionellen Hofmanufakturen. In verschiedenen Ortschaften wurden sehr ähnliche Teppiche produziert und die Standardisierung setzte ein. Die Designs handgeknüpfter indischer Teppiche sind heute kaum noch einzelnen Regionen zuzuschreiben. Vielmehr haben sich die Werkstätten auf die Umsetzung europäischer und traditioneller iranischer Designs, die auf den westlichen Geschmack angepasst sind, spezialisiert. Qualitativ profitieren Teppiche aus Indien von der langen Handwerkstradition und der hohen Qualität der indischer Materialen.

Material

Die Technik mit der die Materialen für den Flor dieses Indischer Täbrizs hergestellt wurden ist über 200 Jahre alt. Die Wolle wurde mit Naturfarben gefärbt und von Hand versponnenen. Das Färben mit Natur- oder Pflanzenfarben ist komplizierter, teuerer und zeitaufwendiger als das Färben mit chemischen Farben. Für ein leuchtendes Rot beispielsweise braucht man pro Kilo Wolle rund ein Kilo gemahlene Krappwurzel als Farbstoff. Für ein kräftiges, nicht zu blasses Gelb benötigt man pro Kilo Wolle sogar zwei Kilogramm des Farbstoffes Färberwau. Auch das Spinnen der Wolle ist zeit- und arbeitsintensiv. Zudem beherschen immer weniger Menschen das Spinnen der Wolle mit der Hand.

Doch der Aufwand lohnt sich: Durch das Färben mit Naturfarben behält die hochwertige Wolle ihren natürlichen Fettgehalt. Die mit Naturfarben gefärbte und von Hand versponnene Wolle erzeugt faszinierende, changierende Muster. Der Charme handgesponnener Wolle mit ihren leichten Unregelmäßigkeiten und natürlichen Farbtönen entfaltet sich als Kontrast in modernen Interieurs aber auch in Räumen, die traditioneller oder im Landhausstil eingerichtet sind.

Die Schuss- und Kettfäden dieses Indischer Täbrizs bestehen aus Baumwolle. Das vielseitige Material ist reißfest und dehnbar und daher besonders geeignet für ein strapazierfähiges Untergewebe.

Zustand

Ihr seid nicht die ersten, die Gefallen an diesem Indischer Täbriz finden. Er hatte bereits Besitzer vor Euch, die ihn geschätzt und benutzt haben. Er wurde ca. 1970 geknüpft. Wir haben ihn gründlich gereinigt und liebevoll restauriert. Er ist daher – trotz seines Alters – in einem sehr guten Zustand.