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Indischer Kashghuli | 123 x 83 cm | Nr. 15-62967

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Indischer Kashghuli

Bei diesem Indischer Kashghuli handelt es sich um ein echtes Einzelstück. Mit 123 × 83 cm eignet er sich als Bettvorleger. Ebenso gut kommt er in der Leseecke zur Geltung. Bei der Knüpfdichte liegt er bei 130000.

Lieferzeit 1-3 Tage
Maße 123 cm x 83 cm (= 1.02 qm)
Herstellung handgeknüpft
Knoten 130000
Auflage Einzelstück

Herkunft

Das bedeutende Nomadenvolk der Ghashghai siedelt seit Jahrhunderten im Süden des Irans, in der Provinz Fars. Es besteht aus insgesamt sieben Stämmen. Der – jedenfalls für die Teppichproduktion bedeutenste Stamm der Ghashghai sind die Kashghuli (auch Kaschguli, Kashguli, Qashguli).

Die handgeknüpften Teppiche der Kashghuli genießen auch in Europa einen hervorragenden Ruf. Sie sind meist hochflorig und werden mit Türkischen Knoten aus der robusten Wolle der Fettschwanzschafrassen Schafe handgeknüpft.

Inzwischen sind die meisten Ghashghai sesshaft und bekannt als Hauptproduzenten der persischen Gabbeh Teppiche. Nur weil die Ghashghai nun überwiegend sesshaft geworden sind, können sie auch großformatige Teppiche herstellen. Die wenigen noch als Nomaden lebenden Sippen ziehen zweimal im Jahr hinauf zu den Sommerweiden im Zagrosgebirge. Im Herbst kehren sie zurück ins in die milderen Winterquartiere im Tal. Die Ghashghai haben den Ruf besonders stolz, fleißig und ehrenhaft zu sein. Auch wenn die Ghashghai heute weniger wild und kriegerisch auftreten, haben sie dennoch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die iranische Innenpolitik.

Die Nachfrage nach traditionellen Mustern hat dazu geführt, dass insbesondere die Kashghuli seit einiger Zeit wieder ihre traditionellen Stammesmuster knüpfen. Diese werden allerdings mit neuen, zeitgemäßen Designideen und einer größerer Farbvielfalt immer wieder abgewandelt.



Das Muster dieses Teppichs ist vom Muster klassischer Indischer Kashghuli inspiriert. Dieser Teppich wurde allerdings in Indien geknüpft.

Der genaue Zeitpunkt der Entstehung der indischen Teppichproduktion ist unbekannt. Vermutlich wurden die ersten Teppiche in Indien zur Zeit des kulturellen Aufschwungs in der Moghul-Dynastie, Mitte des 16. Jahrhunders, gefertigt. Mitte des 19. Jahrhunderts, mit dem Niedergang der Moghul-Dynastie, geriet die indische Teppichproduktion in eine Krise. Europäische Unternehmen, deren einziges Ziel der Export in den Westen war, traten an die Stelle der traditionellen Hofmanufakturen. In verschiedenen Ortschaften wurden sehr ähnliche Teppiche produziert und die Standardisierung setzte ein. Die Designs handgeknüpfter indischer Teppiche sind heute kaum noch einzelnen Regionen zuzuschreiben. Vielmehr haben sich die Werkstätten auf die Umsetzung europäischer und traditioneller iranischer Designs, die auf den westlichen Geschmack angepasst sind, spezialisiert. Qualitativ profitieren Teppiche aus Indien von der langen Handwerkstradition und der hohen Qualität der indischer Materialen.