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Kaschmir Teppich | 226 x 140 cm | Nr. Z-4627

Angebot570,00 €
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Kaschmir Teppich

Dieser Teppich in Rostrot und Türkis verbindet traditionelle Handwerkskunst mit zeitloser Eleganz. Die Knotendichte von ca. 360.000 Knoten pro m² macht die aufwendige Verarbeitung sichtbar – bis in die feine Ausarbeitung der Details. In den Maßen 226 × 140 cm ist er als Wohnzimmerteppich gut aufgehoben. Ebenso gut kommt er unter einem Esstisch für vier bis sechs Personen zur Geltung. Das Einzelstück bringt individuellen Charakter in den Raum und behält seinen Wert weit über kurzlebige Trends hinaus.

Lieferzeit 2 Tage
Herkunft Kaschmir
Maße 226 cm x 140 cm (= 3.16 qm)
Herstellung handgeknüpft
Material Flor: Wolle (handgesponnen, Naturfarben)
Schuss & Kette: Baumwolle
Knoten 360.000
Herstellungsjahr 1985
Zustand gebraucht, aber in sehr gutem Zustand (gereinigt & restauriert)
Auflage Einzelstück

Herkunft

Das Gebirgsland Kaschmir im Himalaya ist geteilt und gehört zu einem Drittel als Provinz zu Pakistan, während die anderen zwei Drittel den Unionsstaat "Djammu und Kashmere" bilden, der zu Indien gehört. Die Bevölkerung des größeren Unionsstaates ist überwiegend muslimisch und strebt nach Unabhängigkeit. Die handgeknüpften Teppiche kommen ausschließlich aus dem indischen Teil Kaschmirs und werden vorwiegend in der Provinzhauptstadt Srinagar und Umgebung geknüpft. Berühmt sind die Seidenteppiche Kaschmirs, die üblicherweise auf Baumwollgrundgewebe entstehen.

Die Farben der Kaschmir Teppiche sind eher zurückhaltend, die Muster von den traditionellen persischen Designs beeinflusst. Das hat eine lange Tradition; denn einst holten die Mogulkaiser (1526-1857) persische Teppichknüpfer an ihren Hof nach Indien. Man spricht deshalb auch vom indo-persischen Stil. Nach einer anderslautenden Legende musste dagegen der tributpflichtige Sultan von Kaschmir 1398 seinen Sohn als Geisel zu Timur Lenk (Tamerlan) nach Samarkand schicken. Hier lernte der junge Prinz das Knüpfhandwerk kennen und führte es nach seiner Rückkehr in Kaschmir mit Knüpfern aus Samarkand ein.

Material

Die Technik mit der die Materialen für den Flor dieses Kaschmir Teppichs hergestellt wurden ist über 200 Jahre alt. Die Wolle wurde mit Naturfarben gefärbt und von Hand versponnenen. Das Färben mit Natur- oder Pflanzenfarben ist komplizierter, teuerer und zeitaufwendiger als das Färben mit chemischen Farben. Für ein leuchtendes Rot beispielsweise braucht man pro Kilo Wolle rund ein Kilo gemahlene Krappwurzel als Farbstoff. Für ein kräftiges, nicht zu blasses Gelb benötigt man pro Kilo Wolle sogar zwei Kilogramm des Farbstoffes Färberwau. Auch das Spinnen der Wolle ist zeit- und arbeitsintensiv. Zudem beherschen immer weniger Menschen das Spinnen der Wolle mit der Hand.

Doch der Aufwand lohnt sich: Durch das Färben mit Naturfarben behält die hochwertige Wolle ihren natürlichen Fettgehalt. Die mit Naturfarben gefärbte und von Hand versponnene Wolle erzeugt faszinierende, changierende Muster. Der Charme handgesponnener Wolle mit ihren leichten Unregelmäßigkeiten und natürlichen Farbtönen entfaltet sich als Kontrast in modernen Interieurs aber auch in Räumen, die traditioneller oder im Landhausstil eingerichtet sind.

Die Schuss- und Kettfäden dieses Kaschmir Teppichs bestehen aus Baumwolle. Das vielseitige Material ist reißfest und dehnbar und daher besonders geeignet für ein strapazierfähiges Untergewebe.

Zustand

Ihr seid nicht die ersten, die Gefallen an diesem Kaschmir Teppich finden. Er hatte bereits Besitzer vor Euch, die ihn geschätzt und benutzt haben. Die Fransen können eine Reparatur vertragen.Die Kanten sind teilweise defekt. An manchen Stellen sind einige weiße Fäden zu sehen. Das ist bei älteren Teppichen ganz normal. Es handelt sich um Knoten-Enden des Schuss- und Kettgewebes, die über die Jahre an die Oberfläche kommen. Substanziell ist das kein größeres Problem.Durch verstärkte Exposistion von Sonnenaustrahlung haben sich die Farben etwas verändert.Der Flor ist stellenweise abgetreten. Er wurde ca. 1985 geknüpft. Wir haben ihn gründlich gereinigt und liebevoll restauriert. Er ist daher – trotz seines Alters – in einem sehr guten Zustand.